Bairro Alto, Bica und Cais do Sodre
Wenn Lissabons Viertel Bica und Bairro Alto gegen zwei Uhr morgens schließen, strömen die Menschen in die „Pink Street“ (Rua Cor-de-Rosa), zwei rosafarbene Häuserblocks unterhalb der Rua do Alecrim. Im Herzen von Cais do Sodré wimmelt es in der Straße von einer bunten Mischung aus Hipstern, Retro, Graffiti-Künstlern, Emos, Alternativen, ein bisschen von allem. Gespräche ziehen sich bis in die Nacht, unterbrochen von einem Cocktail oder Bier, bis die Menge in einen der vielen Nachtclubs der Gegend zieht. Der Großteil der Gegend wirkt heruntergekommen und vergessen, aber das Clubbing hier bleibt ein wichtiger Übergangsritus für die Jugend, insbesondere seit der Eröffnung der Musicbox und der Pensão Amor. Einst war dies das Herz unserer multikulturellen Stadt, wo der herrliche offene Platz entlang des Flusses Seeleute aus aller Welt willkommen hieß. Mehrere Bars erinnern an diese Tage, da sie Namen aus fremden Städten behalten haben: Jamaika, Tokio, Liverpool und so weiter. Doch im Laufe des Tages ändert sich alles. Tausende von Menschen Menschen drängen sich am Flussufer, kommen mit Zug und Fähre, eilen zur U-Bahn oder zu Bussen, alles bewegt sich im Takt eines Pendels. Da es ein ausgezeichneter Verkehrsknotenpunkt ist, zieht es Unternehmen zurück in die Gegend. Ein Beispiel ist der neue Hauptbahnhof, bei dem ehemalige Postgebäude zu einem Geschäftszentrum umfunktioniert wurden. Die wiederbelebte Uferpromenade verbindet Cais de Sodré über einen Fußgängerweg mit der zentralen Praça do Comércio.