Koblenz
Koblenz ist eine der ältesten Städte Deutschlands und bietet Besuchern eine Vielzahl an Kulturdenkmälern und historischen Gebäuden. Beginnen Sie Ihren Spaziergang am Zusammenfluss von Vater Rhein und Mutter Mosel, einem langen Landstreifen, der wie der Bug eines Schiffes ins Wasser ragt.
Die Gründung der Ritter des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert am Zusammenfluss der Flüsse gab dieser historischen Stätte ihren Namen: Deutsches Eck. Sie werden von der riesigen Reiterstatue des deutschen Kaisers Wilhelm I. beeindruckt sein, die das Deutsche Eck überragt, und einen herrlichen Blick auf die Festung Ehrenbreitstein aus dem 19. Jahrhundert genießen, die 118 Meter über dem Rhein am rechten Ufer thront.
In der Nähe besuchen Sie die Basilika St. Kastor, die 836 n. Chr. gegründet und zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Als nächstes erreichen wir den Görresplatz, einst das Epizentrum der römischen Siedlung und im Mittelalter Eigentum des Klosters St. Kastor. Später ging es in den Besitz des Jesuitenordens über.
Dies bringt uns zum nächsten Platz, dem Jesuitenplatz. Dieser religiöse Orden existierte hier vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und übernahm die Nachfolge eines im 13. Jahrhundert gegründeten Ordens von Zisterzienserinnen, die ihn als Klosterschule nutzten. Bewundern Sie die palastartige Jesuitenschule, sehen Sie ihre Türme und prächtigen Vorbauten. Auf diesem Platz befindet sich seit 1895 das Rathaus (Rathausgebäude I).
Weiter geht es ins Herz von Koblenz, in die nach dem Zweiten Weltkrieg liebevoll restaurierte Altstadt. Dort werden wir auch die Liebfrauenkirche sehen, die auf dem höchsten Teil der Stadt erbaut wurde. Vom Spätmittelalter bis zur Säkularisierung nach der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen war sie die Hauptpfarrkirche von Koblenz. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg ebenfalls zerstört und 1955 wieder aufgebaut. Ihre Zwiebeltürme symbolisieren die Altstadt von Koblenz.
Der St. Florinsmarkt, einst das politische und kommerzielle Zentrum der Stadt, verdankt seinen Namen der Florinskirche. Diese Kirche, das „Kauf- und Danzhaus“ aus dem 15. Jahrhundert, das Schöffenhaus und der Bürresheimer Hof sind die schönsten Gebäude der Stadt.
Nächster Halt ist der Münzplatz, dessen Name an die ehemalige Kurmünze erinnert. Ab dem 11. Jahrhundert wurden in Koblenz Münzen des Kurfürstentums Trier geprägt. Die Münzstätte bestand ursprünglich aus mehreren Gebäuden, die jedoch im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, um Platz für den heutigen Platz zu schaffen. Davon ist nur noch das Münzmeisterhaus erhalten, ein Barockgebäude mit einer einfachen Putzfassade.
Nun geht es weiter zur Gedenkstätte der Vier Türme, vier historischen Gebäuden, die 1608 erbaut und zweimal vollständig wiederaufgebaut wurden, einmal im 17. Jahrhundert und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die vier Gebäude haben die gleiche Fassade, daher der Name. In der Ecke des Hauses „Zum grünen Baum“ wurde in den 50er Jahren ein neuer Durchgang gebaut, um den Zugang von der Fußgängerzone aus zu ermöglichen. Das Haus „Zum heiligen Petrus“ gehörte von 1730 bis Mitte der 2000er Jahre zu einer Apotheke. Das Haus mit den Pflanzen ist das einzige, das die Bombardierungen von Koblenz nahezu unbeschadet überstanden hat. Das vierte Gebäude, die „Hauptwache“, erinnert an Soldaten, die in diesem Gebäude bis 1848 die Polizeiaufgaben übernahmen.
Von hier aus kehren wir in die Innenstadt neben der Frauenkirche zurück, um den Rundgang an einem geeigneten zentralen Ort und zur besseren Orientierung zu beenden.