Enzo-Ferrari-Hausmuseum
„Bitten Sie ein Kind, ein Auto zu zeichnen, und es wird es bestimmt in Rot malen.“
(Zitat: Enzo Ferrari)
Das Museum Enzo Ferrari Modena befindet sich dort, wo einst Enzo Ferraris Geburtshaus stand und wo sich noch heute die Werkstatt seines Vaters befindet. Anstelle des Hauses, in dem Enzo Ferrari aufwuchs, steht heute ein futuristisch anmutender, riesiger Saal, der der Geschichte von Ferrari und den verschiedenen von Enzo entworfenen Modellen gewidmet ist. Das Ferrari-Rot und das Logo mit dem aufspringenden Pferd – die Marke, die italienische Sportwagen auszeichnet, trotz der Luxusnachbarn Maserati und Lamborghini gleich um die Ecke. Auch wenn Sie kein Rennsport- oder Autofan sind, nehmen Sie an der Ferrari-Tour teil. Wir vermitteln Ihnen einen tiefen Einblick in die legendäre Marke, auch wenn Sie kein Rennwagenfan sind. Für Rennsportfans steht ein Besuch hier ganz oben auf Ihrer Italien-Bucket-List! Unsere Tour begann im Museo Enzo Ferrari in Modena, wo schon die Einfahrt auf den Parkplatz beeindruckend ist. Die Werkstatt seines Vaters und sein Geburtshaus – teilweise öffentlich zugänglich – stehen im Schatten des neuen modernen Glasmuseums, dessen Design von den Motorhauben der 50er-Jahre-Autos inspiriert ist. Beim Betreten des Museums fühlt man sich wie in einer Kathedrale – Ferrari-Fans würden dem zweifellos zustimmen. Hier beginnt die Geschichte. Um die Bedeutung des springenden Pferdes voll und ganz zu verstehen, muss man Enzo Ferraris Herkunft und seine Entwicklung vom Rennfahrer zum Rennleiter bei Alfa Romeo und schließlich zum Entwickler und Konstrukteur einer der bedeutendsten Marken der Automobilgeschichte verstehen. Und genau das erleben Sie im Modena-Museum. Der Pavillon besticht durch sein atemberaubendes Design: Ferraris auf erhöhten Plattformen und eine riesige, umlaufende Filmleinwand, auf der halbstündlich ein Video läuft, das Enzos Lebensgeschichte sowie die Autos und Momente zeigt, die seine Karriere prägten. Jedes Auto trägt eine kleine Plakette auf dem Sockel, die Modell, Baujahr und Stückzahl beschreibt. Interessant fand ich auch die Modelle mit den Namen berühmter Persönlichkeiten oder Prominenter, die eines gekauft hatten. Ein Modell – der Ferrari F40, der von 1987 bis 1992 gebaut wurde – war ursprünglich nur für 400 Stück geplant, wurde aber aufgrund von Vorserienbestellungen schließlich mehr als verdoppelt. Er wurde zum 40-jährigen Jubiläum von Ferrari entworfen und war der letzte Ferrari, der von Enzo Ferrari persönlich abgenommen wurde. Wenn Sie das Geld haben und edle exotische Autos lieben, würde ich mir einen kaufen, oder? Wir hätten hier leicht noch mehr Zeit verbringen und uns in der Fantasie verlieren können, uns einen dieser Wagen – egal welchen – in die Garage zu stellen. Aber es war Zeit, zum Maranello-Museum aufzubrechen.