Archäologischer Komplex Puka Pukara
Puca Pucara beherbergt Anlagen wie innere Plätze, Kanäle, Aquädukte, Bäder und eine bekannte alte Straße, die Teil des Inka-Straßennetzes namens Qhapaq Ñan gewesen sein soll. Die Gebäude sind aus Steinen unterschiedlicher Größe (klein und mittelgroß) gebaut. Im Vergleich zu anderen archäologischen Stätten weist Puca Pucara eine sehr unebene Felsoberfläche auf. Der Name Puca Pucara bedeutet „rote Festung“ und kommt vom Standort der archäologischen Gruppe und der Existenz einiger halbkreisförmiger Anlagen. Rot ist die Farbe der Erde. Der Name dieses Ortes wurde ab dem 20. Jahrhundert verwendet. Die Erbauer der Inka-Zivilisation errichteten drei unregelmäßig angelegte Mauern, die die drei Ebenen der Stätte bilden. Die erste Mauer weist einen gewundenen Weg auf, der es sorgfältig vermeidet, die hervorstehenden Felsen zu schneiden. Am nördlichen Ende, an der Rückseite der Außenmauer, befinden sich insgesamt 6 Räume unterschiedlicher Größe. Sie sind unregelmäßig angeordnet, um die Steine, aus denen die Mauer besteht, nicht zu berühren. Im Westen befindet sich ein trapezförmiger, erhöhter Platz, der über eine Außentreppe zugänglich ist. In der Antike war der Platz auf zwei Seiten von Gebäuden umgeben. Die neun regelmäßig angeordneten Räume scheinen keine befestigten Anlagen gewesen zu sein. Die zweite Mauer verläuft um die zentrale Erhebung. Diese ersten beiden Mauern haben breite Plattformen im Osten und Süden der Stätte. Auf der Rückseite der zweiten Mauer sind drei verschiedene Räume der typischen Inka-Architektur zu erkennen, da zwei von ihnen nicht den üblichen rechteckigen, sondern einen trapezförmigen Grundriss haben. Die dritte Mauer umgibt den Gipfel, und es gibt keine Spuren der Gebäude, die an dieser Stelle existiert haben könnten. Die Gebäude wurden aus Steinen verschiedener Größen zwischen mittel und klein errichtet; die Oberfläche der Felsen ist im Vergleich zu anderen archäologischen Überresten der Inka-Zivilisation sehr uneben. Die städtebauliche Anlage ist angemessen und funktional. Einigen Chronisten zufolge übernachtete der Inka in vorspanischer Zeit, als er sich auf den Besuch der Bäder in Tambomachay vorbereitete, mit seinem Gefolge aus Soldaten und Tänzern in Puca Pucara, das gleichzeitig als Kaserne und Tambo (Herberge) diente. Gerüchten zufolge existierte dort ein Chincana (Tunnel), der als Verbindungskanal zwischen diesen beiden Inkastädten dienen sollte.