Juno Beach Zentrum
Die Dauerausstellung des Juno Beach Centre erzählt anhand von Fotos, Dokumenten, Multimedia, Karten und Artefakten die Geschichte der Kanadier, die sich freiwillig zum Militärdienst meldeten oder zu Hause mobilisiert wurden, um zum Kriegseinsatz beizutragen. Sie zeigt auch die Schlachten, die kanadische Einheiten von Sizilien nach Italien und von der Normandie in die Niederlande führten.
Das Centre ist eine Hommage an die 45.000 Kanadier, die während des Krieges ihr Leben verloren, von denen 5.500 während der Schlacht um die Normandie und 359 am D-Day getötet wurden.
Das Centre ist nicht nur ein Museum über den Krieg. Es zeigt auch die persönlichen Berichte und wahren Geschichten der Gesellschaft, die diese Soldaten ihren Kindern hinterließen und die heute Kanada bildet.
Dauerausstellungen
Raum A Courseulles, 6. Juni 1944
In diesem ersten Raum stehen die Besucher in einem simulierten Landungsboot und sehen sich einen Film an, der sie in die Denkweise der Kanadier während des Zweiten Weltkriegs versetzt. Bilder von Krieg, Training, D-Day und Kanada während der Kriegsjahre werden auf die Wände projiziert, während kanadische Soldaten und ihre Familien beschreiben, was sie damals dachten und fühlten.
Raum B Kanada in den 1930er Jahren
Nach dem Einführungsfilm, der den Ton der Dauerausstellung angibt, erhalten die Besucher Bezugspunkte, anhand derer sie sich ein Bild von Kanada am Vorabend des Krieges machen können. Geographie, Demographie, wirtschaftliche Lage, militärischer Zustand, Politik und das gesellschaftliche Klima der Zeit werden präsentiert. Junge Besucher „treffen“ Peter & Madeleine zunächst über ein Terminal in der Haupthalle. In diesem runden Raum und in der gesamten Dauerausstellung wird der Rundgang „junges Publikum“ durch die Augen dieser beiden jungen „virtuellen“ Kanadier der 1930er- und 1940er-Jahre präsentiert.
Raum C Kanada zieht in den Krieg
Dieser Raum, der aus zwei Bereichen besteht, verfolgt die Transformation des Landes, als es in den Krieg eintritt und seine Streitkräfte aufbaut, in deren Reihen sich über eine Million Männer und Frauen einschrieben.
Kanada erklärt Deutschland am 10. September 1939 den Krieg – In einem nachgebauten kanadischen Wohnzimmer verkünden die Reden verschiedener Protagonisten den Kriegseintritt. Die Stimmen von Hitler, Daladier, Chamberlain und Mackenzie King sind alle auf zeitgenössischen Radios zu hören.
Zivilisten und Soldaten: Kanadier an allen Fronten – Dieser Bereich zeigt, dass das gesamte Land während des Zweiten Weltkriegs mobilisiert wurde. Auf beiden Seiten eines langen, geschwungenen Korridors erfahren die Besucher mehr über die verschiedenen Aspekte dieser Mobilisierung.
Raum D: Der Weg zum Sieg
Der Besuch wird mit einer Präsentation der verschiedenen Feldzüge fortgesetzt, an denen Kanadier teilnahmen und die alle zum endgültigen Ausgang des Krieges beitrugen: die Schlacht um Italien, die Normandie, die Schelde, das Rheinland und der Sieg. In diesem Raum werden auch einige der anderen Zweige des Militärs gezeigt, die eine entscheidende Rolle für den Ausgang des Krieges spielten, wie etwa das Sanitätskorps, Kriegsberichterstatter, Ingenieure usw. Schließlich werden in diesem Raum verschiedene Themen behandelt, wie etwa: die Kanadier am D-Day, die First Nations im Krieg in Europa, die kanadische Flagge, das 1. kanadische Fallschirmbataillon und Kanadier hinter den feindlichen Linien.
Viele kanadische Familien haben geliebte Menschen verloren: über 45.000 Kanadier starben in ihrem Kampf um die Freiheit. Ihre Namen werden zur Erinnerung an die Decke gerollt. Andererseits kehrten viele Kanadier nach Hause zurück, um ihr Leben wieder aufzunehmen und aktiv an der Entwicklung des modernen Kanadas mitzuwirken.
Raum E: Einige kamen zurück, andere nicht
Der stimmungsvolle Titel dieses Raums würdigt die menschliche Opfer des kanadischen Krieges und gibt gleichzeitig Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Viele kanadische Familien haben geliebte Menschen verloren: über 45.000 Kanadier starben in ihrem Kampf um die Freiheit. Ihre Namen werden zur Erinnerung an die Decke gerollt. Andererseits kehrten viele Kanadier nach Hause zurück, um ihr Leben wieder aufzunehmen und aktiv an der Entwicklung des heutigen Kanadas mitzuwirken.
In diesem Raum säumen vier Nischen die Wand und geben den Besuchern eine andere Perspektive auf den Krieg. Sie können sich Briefe oder Essays aus der damaligen Zeit anhören, die von Kanadiern auf Englisch oder Französisch geschrieben wurden. In diesem Raum begegnet das junge Publikum zum letzten Mal den beiden jungen virtuellen Führern Peter und Madeleine.
Raum F They Walk With You
Der Film mit dem Titel „They Walk With You“ ist ein immersives Erlebnis mit eindrucksvollen Videos und emotional ansprechendem Audio, einschließlich der Stimmen der kanadischen Kriegskorrespondenten Marcel Ouimet und Matthew Halton. Der Film verwendet Wochenschaumaterial aus dem Zweiten Weltkrieg aus verschiedenen Quellen und stellt neben dramatischen Nachstellungen die Rolle und das Opfer kanadischer Infanteristen während des D-Day und der Schlacht um die Normandie nach. Der Zuschauer wird um Diskretion gebeten.
Ein Infanteriesoldat im Krieg ist oft nicht in das „große Ganze“ eingeweiht; seine Aufgabe ist es, zu kämpfen und zu versuchen, zu überleben. „They Walk With You“ lässt die Besucher in die Erfahrungen eines Infanteriesoldaten eintauchen.